Cortina Trail 2015

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Zieleinlauf Cortina Trail - Genial!!!

Zieleinlauf Cortina Trail – Genial!!!

Super Stimmung! Gänsehautfeeling auf der Zielgerade. Alle Zuschauer klatschen und feuern uns an. Zieleinlauf in der Fußgängerzone von Cortina. Gemeinsam mit Mirko ins Ziel des Cortina Trails 50km in den Dolomiten. Mirko, mit dem ich mich im unteren Teil des letzten Downhills gematcht habe. Gleich hinter uns Nathalie Mauclier, französische Top-Athletin, welche die lange Schleife gelaufen ist (120km) und die wir 3km vorm Ziel eingesammelt haben.

47km mit 2650HM. Die Eckdaten des Cortina Trails. 1000 Teilnehmer starteten am Samstag morgen. Die Bedingungen sind perfekt! Warmes Wetter, aber bewölkt. Alles trocken, keine rutschigen Steine oder Worzeln. Das Starterfeld ist schwer Italien lastig. International sind viele Spanier, Schweizer, Polen, Tschechen und Engländer da. Komischerweise kann man die Österreicher und Deutschen Starter jeweils an einer Hand abzählen. Wobei Cortina nur 2,5h von Innsbruck entfernt ist.

Der Kurs ist extrem schön und gut laufbar. Nach dem Start geht es in Serpentienen im Wald nach oben. Schön laufbar, gut um ins Rennen hineinzukommen und um in den Rhythmus zu kommen. Nach 600HM geht es mit einem knackigen Downhill auf Schotter in das Val Travenanzes. Der Trail schlängelt sich auf der Talseite entlang und ich mache das erste mal Bekanntschaft mit dem losen Schotter des Kalksteins. Ich bekomme keinen Grip. Nix! Ich rutsche immer wieder durch! Puhh! Wenn das so weitergeht, dann braucht man hier ganz schön Kraft.

Eine der schönsten Stellen war das Flußbett. 1,5km ging es flach durch ein ausgetrocknetes Flußbett. Man konnte sich den Weg selber suchen. Die Steine waren überall gleich uneben und verlangten Aufmerksamkeit. Zu der Zeit rannte ich mit einem lustigen Belgier. Er war stark im Uphill und konnte es auch im Downhill gscheit krachen lassen. Ich bewundere die Läufer die im Rennen bergauf laufen und dabei noch Geschichten aus ihrem Leben erzählen. Speziell Belgier! Wo trainiert der Berglaufen? In den Ardennen 10mal 150 Höhenmeter? Ich treffe den Belgier später im Ziel wieder. Nach dem Bachbett musste er bald aufgeben. Er trank aus dem Bach und sein Magen nahm ihm das übel. Kein weiterlaufen war möglich da sich sein Magen dauernd entleerte.

Es geht weiter Bergauf. Lauf GPS sind wir schon über 2000m und es ist fein warm auf den alten Militärstraßen. Endlich geht es hinunter zur ersten Verpflegungsstation am Passo Gio. Ich sehe kurz Christian von WUSA ON THE MOUNTAIN und klatsche ab. Ich fühle mich gut 🙂 .

Mit mir kommt noch ein Läufer zur Verpflegung mit dem ich schon eine länger Zeit immer wieder sehe. Dann sehe ich es ist Christian Schöggl aus Graz! Nach der Verpflegung werden die Trails steiler und schwerer. Ich bin noch immer gut drauf und kann bei den Downhills schöne Linien laufen. Nach der 2. Verpflegung am Passo Giau wird es zach. 30km in den Beinen und noch 2 Anstiege mit jeweils 300-400HM. Das sind keine Anstiege sondern Wände!!! Konzentriert ging es auch dort hinauf. Ich rede mir ein, den Läufern hinter mir geht es auch nicht anders. Am Joch des letzten Anstiegs seht man direkt auf Cortina hinunter. Ich halten einen Moment inne und freue mich dass es von hier nur mehr bergab geht. Nur noch 8km!

Durch Wälder, Wurzeln, Bäche und schotter geht es quasi gerade hinunter nach Cortina. Ich liebe das Bergab laufen. Für mich kann es ewig hinunter gehen . In Cortina kommt die Länge des Downhill dem verdammt nahe. Ich sammle ein paar Lavadero Trail (120km) Läufer ein und auch noch ein paar Cortina Trail Läufer. Auf den letzten Kilometern ist ganz Cortina auf der Straße und jeder feiert die Läufer an. Man wird förmlich ins Ziel getragen.

Nach 5h25min erreichte ich gemeinsam mit Mirko die Ziellinie. Es war ein geniales Rennen dass mit dem 10. Platz Overall belohnt wurde. Von ca. 800 Finishern. Auch danach folgten noch coole Diskussionen und Race Recaps mit Leuten aus ganz Europa.

2015-06-26 22.36.32

Nach einer ausgiebigen Dusche, Essen mit einigen lustigen Spanieren und Kaffeehaus sitzen in Cortina, wartete ich am Abend auf Stefan und Monika, Schweizer Kollegen aus der Arbeit. Sie liefen die 120km des Lavadero Trails. Das ist nochmal eine andere Liga! Nach fast 24h, Gewitter mit Blitz und Wolkenbruch kommen sie fertig, aber glücklich ins Ziel. Aber ich entspanne mich bereits und genieße noch dieses geniale Wochenende in Italien.

3 thoughts on “Cortina Trail 2015

  1. Mark Ha

    Hallo Michael, ich werde dieses Jahr auch den Cortina Trail angehen. – Was gibt es denn an den Stationen als Verpflegung?

    • travelmike

      Hi!
      Die Verpflegungsstationen sind git sortiert. Wasser, Iso, Cola und zum essen Bananen, Äpfel, Orangen, Kekse, Riegel. Wahrscheinlich hats was salzigea/pikantes (Käse und Wurst) auch noch gegeben, aber das ist für mich nicht die Prio.
      Achtung! Es gibt nur 2 große Verpflegungen! Nach 18km gibts nur Wasser und auf einem Gipfel gibts einen kleineren Stand mit den wichtigsten Sachen. Viel Spass und bis in 2 Wochen!!!

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