Hometrails: Kitzbühler Alpen

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Ich wohne in Westendorf bei Kitzbühel, Tirol. Trail Running Supreme. Berglauf Deluxe. Es ist einfacher für mich einenen geilen technischen Trail zu laufen als eine flache Strecke für Intervalle zu finden.

Bei mir in Westendorf, Kitzbühler Alpen, sind die Trails sanft und flauschig und schmiegen sich an die Almwiesen und Grasberge.

Hier sind meine liebsten Hometrails:

  1. Hohe Salve.

Die Hohe Salve (1828m) kann man von allen Seiten rauflaufen. Von Hopfgarten, Itter, Söll, Brixen oder Westendorf.

Es startet mit angenehmer Steigung zur Alpenschule. Gerade am Morgen gibt’s hier die besten Sonnenaufgänge über Kitzbühel.

Auf knackigen Trails geht es über die Speicherseen für die Winterbeschneiung und dann weiter zur Kalbersalve. Ab hier geht es dann fast gerade den letzten Teil auf den Gipfel. Extrem steil und meistens in brütender Hitze die letzten Serpentinen. Kühe stehen im Weg, da es der einzige ebene Platz ist.

Vom Gipfel hat man eine grandiose Aussicht. Im Norden, hinter Kufstein ist die Ebene in Deutschland. Im Osten das steinerne Massiv des Wilden Kaisers. Im Süden sind die schneebedeckten dreieinhalb Tausender Gipfel der Hohen Tauern.

Nach dem Energie Tanken am Gipfel geht es zuerst den gleichen Weg zurück, aber dann links über die Filzalm nach Hochbrixen. Von dort ist ein genialer Downhill hinunter nach Brixen. Steil, Schnell und Technisch, genau wie ich es mag.

 

  1. Der Nachtsöllberg in Westendorf (Talkaser auf 1850m)

Auf der Westendorfer Seite ist der Nachtsöllberg mein Spielplatz. Von Bichling geht es sofort mit Trails los zum Zieplhof und zur alten Mittelstation. Über Stimmlach zum Wasserfallweg nach Fleiding. Hier spielt der Weg und der Wald die Hauptrolle. Hinter jeder Kurve kommt der nächste Wasserfall. Der Alpenrosentrail ist dann einer meiner liebsten Strecken. Ein 3 km Trailstück von Hampfern zur Alpenrosenhütte. Wunderschön verwinkelt und technisch. Ab hier geht es quasi gerade runter ins Dorf. 1000Höhenmeter Downhill auf puren Trails.

  1. Wiegalm

Diese Runde ist schon etwas mächtiger. Es sind über 25km und ebenfalls 1000HM. Es geht nach Brixen in das langezogene Brixenbachtal. Der Weg windet sich dann hinauf zur Wiegalm und geht weiter zur Bergstation der Ki-West Gondel. Wer noch Saft in die Wadeln hat kann auch noch den Gampenkogel (1957m) mitnehmen. Über den Lawinenhang geht es zurück Richtung Talkaser.

Es gibt noch massig weitere Runden, Kombinationen und große oder kleinere Trails. Durch den großen Ausbau des Schigebiets sind überall Forststraßen. Das ist Segen oder Fluch. Man kann über die Forstwege bequem die Berge erkunden, aber die kleinen Trails und Gehwege werden immer mehr verdrängt.

  1. Windautalrunde

Wenn man weit weg von der Zivilisation, von den Skibergen und Forstautobahnen kommen will ist hier mein Tipp: Die große Windautal Runde (33km, 2000HM). Vom Startplatz Schrandlhof geht es hinauf aufs Floch (2057m). Dann geht es immer am Grat entlang bis zum Gamsbeil (2169m). Das sind 9km laufen am Grat auf 2000m!!!! Das ist immer wieder der Hammer! Von der Miesenbachalm bis zur Scheibenschlag Niederalm kann man sich etwas ausrasten, bevor es über die Schönaualm wieder zum Ausgangspunkt zurückgeht. Diese Tour geht sich bei mir vielleicht 1-2 mal im Jahr aus. Aber ich genieße sie jedes mal, da es etwas ganz Besonderes ist.

Michael auf Strava: https://www.strava.com/athletes/4660177

Dynafit Trailheroes auf Strava: https://www.strava.com/clubs/199266

Gratwanderung in der Windau

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Rückblick in den August 2013:

Vor kurzem zog ich wieder zurück nach Westendorf, Tirol. Seit circa einem Jahr laufe ich wieder und ich fühle mich stark.

An einem schönen August Wochenende überrede ich meinen Dad (63J, läuft den Karwendelmarsch immer noch in 5:45) zu einer Trailrunning Runde in der Windau. Vom Schrandl gehts hinauf zur Miesfangalm und dann zur Hintenkarscharte. Am wunderschönen Berggrat entlang bis zum Großen Tanzkogel. Von da hinunter zur Miesenbachalm und über die Forststraße retour zum Gasthof Schrandl.

Wie in den Magazinen wollte ich über die Singletrails düsen. Geschätzte 30km? Kein Problem! Ausrüstung? Einen Hüftgurt mit einer Wasserflasche und einem Handy. Kein Regenschutz, langes T-Shirt oder sonstwas. Das Wetter wird halten.

Das Wetter war super. Aber die Trails waren anstrengend! Statt laufen war oft gehen angesagt! Am Gerstinger Joch war ich sowas von fertig! Ich war halb-tot auf 2000m. Hungerast vorm Schwarzachkogel.Und dann waren da noch über 10km retour laufen auf dem Forstweg. Teilweise Bergauf!

Irgentwie erreichte ich das Auto und brauchte danach erst wieder ein paar Tage zum erhohlen.

Es waren 28km und 1600HM.

https://www.strava.com/activities/424113471/embed/bb91c6253f557ed85e4cd2f2ca18f0acdc960f26

Fast forward nach 2015:

Am 1. November ist perfektes Bergwetter angesagt. Eigentlich wäre ich mit Tom in der Kelchsau laufen gegangen, aber durch einen Sturz ein paar Tage vorher fällt Tom aus. Ich wollte eigentlich schon lange mal wieder die Windau Grat Runde wiederholen. Diese Runde war wunderschön, aber mir fehlte damals noch die Kraft. Ich habe mich in den letzten 2 Jahren läuferisch weiterentwickelt. Es sieht nach der perfekten Runde für einen perfekten Sonntag aus.

Ich fahre wieder zum Gasthof Schrandl und packe meine Sachen aus. Diesmal mit Laufrucksack, meinen Inov-8 X-Talon, lange Sachen zum anziehen und genügend Essen und Trinken.

2013 kürzte mein Dad die Runde etwas ab um mir ein paar Qualen zu ersparen :-). Diesmal war mein Ziel: Vom Floch zum Gamsbeil und über die Miesbachalm und Scheibenschlag wieder zurück zum Schrandl.

https://www.strava.com/activities/424432060/embed/fffcd7ad6c064189e6a46abbca5e1b83d04c56e8

Das Wetter war traumhaft. Die Trails waren traumhaft. Ein Gipfel nach dem anderen tauchte vor mir auf und verschwand hinter mir wieder. Die meiste Zeit am Grat entlang. Auf den Gipfeln (Floch, Gassköpfl, Gerstinger Joch, Kleiner Tanzkogel, Großer Tanzkogel, Schwarzkarkogel, Westerachkopf, Gamsbeil) machte ich Pausen; trank etwas und bewunderte die geniale Fernsicht.

Beim laufen auf dem Forstweg musste ich oft an 2013 denken. Es ging mir damals extrem dreckig auf dieser Passage. Auch sonst passierte viel in 2013. In diesen 2 Jahre half mir das Laufen als Konstante durch eine schwierige Zeit.

KAT – WALK: Das Projekt

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3 Tage. 3 Freunde. 110km und 6600HM. Das sind die Zutaten für ein Tiroler Trailrunning Wochenende.

Im Frühjahr 2015 war es soweit. Gemeinsam mit Thomas Farbmacher und Markus Reich lief ich den KAT Walk durch.

Kein Rennen, kein Streß, nur Berge, Trails und Spaß mit Freunden.

Bereits 2014 sah ich die Werbung für den neuen KAT Walk. Die Idee geisterte seit dem in meinem Kopf. Anfang 2015 nahm die Idee form an und Tom und Meex waren ebenfalls begeistert. Allein die Planung war ein Spaß. Unser Planungstreffen bei Meex lief circa so ab:

  • 1,5h laufen
  • 3h Grillen und über alles mögliche reden
  • 0,5h über den KAT Walk diskutieren 🙂

Aber im Prinzip war alles klar. Sportalpen.com und der Tourismusverband Kitzbühler Alpen Brixental unterstützten uns super!

Im  österreichischen Trail Magazin „Trailrunning-szene.at“ konnten wir unsere Story auf einer Doppelseite drucken. Das Highlight war hier natürlich dass wir es sogar aufs Cover der August Ausgabe geschafft haben! AWESOME!!!