Innsbruck Alpine Trailrunning Festival

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Meine ersten 65km. Eigentlich stand das Innsbruck Trail Running Festival gar nicht auf meinem Rennplan. Eigentlich wollte ich es mit Markus als Test locker laufen um zu sehen was nach 42km passiert. Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Als Markus und ich in Rotterdam beim Marathon waren, diskutierten wir über unsere Pläne 2016 und was wir so vorhaben. Ich warf das Innsbruck Trailrunning Event in den Raum und dass ich vielleicht die 25km Strecke laufe, da es meine Hometrails sind und meinen Stangensteig dabei hat. Irgendwie blieben wir aber bei der 65km Strecke hängen. Für Markus wäre es ein super Long Jog und für mich eine interessante Strecke. Wir vereinbarten, dass wir kurz vor dem Rennen uns entscheiden.

Das Innsbruck Trailrunning Festival #iatf16 war früher der Innsbrucker Abenteuerlauf. Dieses Jahr war es eine erwachsene Trailrunning Veranstaltung mit Strecken von 15km, 25km, 42km, 65km und 85km. Das Höhenprofil war nicht zu wild, also super zum Einstieg in die Trailrunning Saison. Und die Strecke führte wunderschön rund um Innsbruck.Innsbruck Alpine - Google Chrome_2016-05-05_21-22-50

Markus und ich machten Nägel mit Köpfen. Das Innsbruck Trailrunning Festival sollte unser erster 65er werden (2100HM). Eigentlich es gar nicht als Rennen sehen, sondern als langer Trainingslauf.

Samstag früh. Noch 1h bis zum Start. Von Markus nichts zu sehen. Eine krächzende Stimme meldet sich am Telefon. Zwischen elendiglichem Husten verstand ich hauptsächlich “Bronchitis” und “kein laufen heute”. Das warf meinen Plan erst mal durcheinander. Ummelden auf 25km? oder auf meine Lieblingsstrecke, die 42km? Aber am Ende blieb ich bei meiner Strategie: Locker anlaufen, das Panorama geniesen, mit den Leuten quatschen und mit der gopro ein paar Fotos machen.

8:00Uhr, Startschuss. 350 Trailrunner starten von der Innsbrucker Innenstadt Richtung Alpenzoo. Die 25km Läufer und die 65km starteten gemeinsam weg. Mein Mantra war: Ruhig bleiben, locker laufen, kein zu schnelles Tempo.

Die erste Steigung hinauf zum Alpenzoo und zur Hungerburg zog das Feld in die Länge. Über den Höttinger Graben und dem Stangensteig gab es meine Lieblingstrails. Vom Feinsten! Es ist immer was los durch die 250 Starter auf der 25km Strecke.  Danach hinauf von Völs nach Birgitz und über die Felder zum Natterer See. Panorama wie aus dem Bilderbuch! Hä? Wie gibts das? Ich überhole jetzt schon K25 Läufer? Bei der Verpflegungsstelle am Natterer See gratuliere ich Thomas Köll und Peter Holzknecht, die ein Super 25km Rennen gelaufen sind (2. und 5. Platz). Nach einer kurzen Stärkung ging es wieder raus auf die Strecke.

Und dann: Stille. Keine Läufer weit und breit. Nur der Trail und ich. Die nächsten 10km ging es nach Natters und über die Sillschlucht zurück nach Innsbruck. Ich traf nur ein paar Wanderer, aber keinen Läufeer vom Rennen. Mein Kopf war klar und meine Beine locker. Weiter im gleichen Tempo wie bisher. Ja und die Sillschlucht war sowieso genial und wunderschön!!

Beim Innsbrucker Bretterkeller kam der 3. lange Anstieg nach Aldrans. Die Füße wurden etwas schwerer und ich merkte die letzten 35km. Aber dann sah ich auf einmal wieder einen Läufer! Langsam kam ich näher, wir redeten kurz wie so der Stand der Dinge ist, aber wir fanden kein gemeinsames Tempo. Also war ich bald wieder allein. Nach einigen Minuten wieder das gleiche Spiel. Der Nächste Läufer war in Sichtweite. Bis nach Hall (5okm) lief ich so auf ein paar 65km und 85km Läufer auf.

In Hall brannte die Sonne in die Stadt. Es wurde heiß. Durch die Felder nach Thaur war es wirklich sommerlich. Viel Trinken, ich kämpfte mit meinen Geschmacksnerven um das 5. Gel auch noch runterzuwürgen (Neben Gels habe ich noch einige Bananen und 2 Riegel verdrückt) und so kam ich zum Thaurer Schlössl. Vor mir war wieder ein K85 Läufer. Wir redeten ein bisschen. Und so kam ich drauf das ich auf dem 2. Gesamtplatz war!! Woha!!!

Das spielte sich in meinem Kopf auf den letzten 7km des Rennens ab:

  • Wo war der Läufer hinter mir? Kommt der nochmal? Kommt ein anderer?
  • Was mache ich wenn jetzt wirklich einer noch von hinten kommt? Probier ich dranzubleiben?
  • Kann ich noch schneller laufen? Soll ich das überhaupt?
  • Wie weit ist der Führende noch weg? Taucht der auch bald auf?
  • Wie lang geht es noch bergauf? Wann kommt endlich der Alpenzoo und der Downhill?

Mein Kopf war voll mit Szenarios die wirr durch meinen Kopf schossen. Endlich kam der letzte Downhill! Dann der Finale Kilometer zum Ziel beim Landestheater. Nach 6h01min war der Zielbogen da! 2. Platz Gesamt auf der K65 Strecke. Genial!

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Zieleinlauf nach 65km am Innsbrucker Landestheater

Fazit: Das Innsbruck Trailrunning Festival ist ein super Start in die Trailrunning Saison. Nicht zu schwer, wunderschöne Frühlingslandschaft, Hometrails und viele bekannte Gesichter.

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Siegerehrung “K65 presented by Trailrunning-szene.at” 1. Robert Weihs; 2. Michael Geisler; 3. Marcel Höche

Das war 2015

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Ende 2015. Ein spannendes Laufjahr neigt sich dem Ende. Es gab wieder Höhen und Tiefen. Spannende Rennen und  Reinfälle. Es war meine erste Saison in der ich erst richtig verstand was eigentlich ein Trail Marathon ist.

Geniale Rennen:

Trail Marathons! Im Sommer war ich bei 4 Trailmarathons dabei:

  • Hochkönigman Maria Alm
  • Cortina Ultra Cortina d’Ampezzo
  • Großglockner Ultra
  • Karwendelmarsch

Alle diese Rennen konnte ich unter den Top10 Overall finishen. Obwohl ich mich am Hochkönig ein paar mal verlaufen habe :-). Und obwohl in Cortina über 900 Finisher waren.

Rennen zum vergessen:

Wien Marathon. Ok, ich bin am Ende eingegangen. Jetzt kenne ich auch den Mann mit dem Hammer. Aber auch die Strecke und das drumherum haben nicht gepaßt. Es wird wohl einige Zeit dauern bis ich wieder in Wien laufen werde.

Runners High:

Wir waren auf dem Cover vom Trailrunning-Szene Magazin!!!! Meex, Tom und ich waren am KAT Walk unterwegs. Innerhalb von 3 Tagen liefen wir 100km und 6000HM. Es war ein super Wochenende!

Runners Low:

Verletzungen. Nach jedem Straßenmarathon kann ich mich schon mal auf 3-4 Wochen Pause einstellen, da ein Muskel immer zwickt. Ich lerne dadurch zwar mehr auf meinen Körper zu hören und auch zu pflegen (Massage, Blackroll,…). Aber im nächsten Jahr werde ich den Straßenmarathon etwas zurückfahren. Die Regeneration nach den Trailmarathons ist einfach viel kürzer.

 

 

Und am Schluß wartet wie jedes Jahr der Silvesterlauf in Innsbruck 🙂 Happy new Year!

Inov-8 X-Talon 212

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Neuer Schuh: Inov-8 X-Talon212

Gewicht: 270g

Gekauft: 24.4.2015

Inov-8 X-Talon 212

Inov-8 X-Talon 212

Ersatz für: Salomon Fellraiser

Salomon Fellraiser

Salomon Fellraiser

 

Meine neuen Hardcore Trail Schuhe 🙂

Der X-Talon sitzt wie angegossen und ist wahnsinnig stabil. Der Schuh ist über der Sohle extrem verstärkt. Die Stollen graben sich auf jedem Untergrund tief rein.

Der Schuh ist NUR für den Trail. Auf dem Asphalt ist er sehr schwammig und man fühlt wie mit jedem Schritt das grobstollige Profil abgewetzt wird.

Der Salomon Fellraiser war ein guter Einstieg ins Trailrunning. Er ist doch recht schwer (über 300g) und die Sohle ist abgetragen.