Heimspiel – Ebbser Koasamarsch

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Der Ebbser Koasamarsch ist ein besonderes Rennen für mich.

  • Für mich als Tiroler Unterlandler ist es quasi mein Heimrennen. Im Herz der Alpen sind komischerweise Trailrennen spärlich gesäht.
  • Ich bin Titelverteidiger. 2016 war ich Sieger auf der Marathondistanz.
  • Ich durfte etwas mithelfen den Koasamarsch 2017 zu gestalten und den Veranstaltern vom WSV Ebbs aus Trailrunner Sicht ein paar Tipps geben.

Lena Schindler, Johannes Stimpfle und ich waren mit Jürgen und Andi vom OK Team in regen Kontakt um den Koasamarsch fit für die nächsten 50 Jahre zu machen. Und es war genial zu sehen wie die diskutierten Ideen vom OK Team umgesetzt wurden.

Unser Fokus:

Die Strecke: Der Großteil der Strecke hat Kultpotential. Der Musikantensteig der sich fast senkrecht zur Vorderkaserfelden Alm hinaufwindet. Die Querung der Schotterfelder bis zur Hochalm mit fantastischen Ausblicken und technischen Trails. Der letzte, mit meterhohen Absätzen gespickte Anstieg zum Stripsenjoch. Trailrunnerherz, was willst du mehr? Nur ab Bärenbachalm ging es 10km lang der Forststraße entlang das Kaisertal hinaus. Gemeinsam fanden wir dieses Jahr einen neuen Trail der diese Strecke um ein vielfaches interessanter machte.

Die Läufer: Verschiedene Läufer werden von einem Rennen über verschiedene Schichten angesprochen. Ich versuchte Eliteläufer anzulocken. Benni Bublak sprang sofort an. Der Berliner wohnt in Kufstein und kennt die Trails wie seine Westentasche. Markus Reich war auch sofort dabei. Oberhammer! Nina Koch von Dynafit gefiel das Konzept ebenfalls. Durch meine Kontakte mit Dynafit kamen dann noch kurzfristig einige Dynafit Trailheroes, die dann auch ganz schön abräumten!

Lena fokussierte sich auf die Blogger und Meinungsmacher. Da gab es ja im Einzugsbereich von München einige davon. Mit Hilfe des Tourismusverbandes Kufsteinerland waren dann auch einige Blogger da und es gab einige Interessante Geschichten!!

Wanderer! Die waren dieses Jahr durch das Wetter sehr gut vertreten. Ich rechne es dem OK Team hoch an, hier eine gleichberechtigte Mischung aus Wanderern und Trailrunnern zu bekommen. Und es klappt! Obwohl die Wanderer schon ab 6 Uhr früh starten konnten, waren sie super hilfsbereit wenn ein schneller Trailrunner um die Ecke kam. Der Weg wurde freigemacht, kurz gegrüßt, bedankt und angefeuert.

Wir waren fast ein Jahr lang in den Vorbereitungen involviert. Es ist spannend zu verfolgen wie sich die Anmeldezahlen entwickeln, das Feedback verschiedener Meinungsbildner zu bekommen und mit einer professionellen Marketingagentur zusammenzuarbeiten.

Der Renntag steht vor der Tür und es sieht fantastisch aus! Fast 700 Wanderer und Läufer haben sich bei Koasawetter angemeldet und stehen in den Startlöchern. In den letzten Tagen rotierten Andi und Jürgen fast rund um die Uhr um mit Ihren Helfern alles vorzubereiten.

Von meiner Seite ist es fast eine Familienangelegenheit:

  • Mein Vater läuft den Halbmarathon: Mit seinen 67 Jahren kommt er auf den 10. Gesamtplatz bei fast 100 Startern.
  • Lisa und mein Bruder laufen die 33km. Am Ende motivieren sie sich gegenseitig und ziehen sich so auf den letzten Kilometern ins Ziel
  • Ich laufe wieder den Marathon. Gemeinsam mit Benni Bublak und Markus Reich geht es auf die erste Schleife, bevor es dann den Musikantensteig hinaufgeht. Es läuft bei mir super! Benni gewinnt mit einer Wahnsinnszeit und ich laufe mit Respektabstand als 2. ins Ziel ein.

Nach dem Rennen steigt eine riesige Trailrunning Fete im Zielbereich. Wer vom Laufen keinen Sonnenbrand hatte, bekommt spätestens an den Biertischen einen. Es war einfach nur schön so viele Bekannte, Wanderer und Trailrunner an diesem Sonntag Nachmittag zu sehen, zu quatschen und zum fachsimpeln.

Auch Jürgen und Andreas hatten ein breites Grinsen im Gesicht. Seit 2 Jahren versuchen sie den Ebbser Koasamarsch für Trailrunner interessant zu machen. Es lief an diesem Tag nicht alles perfekt und es gibt noch ein paar Sachen zum optimieren. Aber spätestens 2017 sollte der Ebbser Koasamarsch mit einem starken Ausrufezeichen auf der Landkarte vieler Trailrunner auftauchen, Und für 2018 kann man sich den 17. Juni in Kufstein beim Ebbser Koasamarsch schon mal fett einkringeln.

Was bring 2017?

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2017 ist zu 1/12 schon wieder vorbei, und ich bin mir immer noch nicht ganz im Klaren was ich dieses Jahr laufen werde. 2016 war läuferisch so bombastisch. Die Rennen in Cortina, Grindelwald und Chamonix waren so over-the-top, dass ich 2017 echt Probleme habe Rennen zu finden die ähnlich interessant sind.

Im Frühjahr steht wieder ein Straßenmarathon an. Dieses Jahr wird es der Hamburg Marathon sein. Gemeinsam mit Markus Reich und Günther Schneider werden wir Hamburg rocken!

Der Ebbser Koasamarsch ist 2017 ein Muss. Ich bin als Titelverteidiger dort und freu mich, dass der Trailmarathon dieses Jahr schon erheblich größer sein wird als letztes Jahr. Dieser Lauf hat es auf jeden Fall verdient!

Bergmarathon Traunsee: 70km. Volles Programm! Seit ich den Trailer gesehen habe bin ich „hooked“. https://www.youtube.com/watch?v=9g1ArV4XE2g

Um 3.00 Uhr in der Nacht geht’s los. Inklusive 2 Klettersteige. Ich freu mich riesig! Das wird mein Highlight!

Glockner Ultra: Die 50km beim Glockner Ultra bin ich bei der Premiere 2015 schon gelaufen und es war genial. Er wurde jetzt etwas entschärft und hat „nur“ mehr 2100HM. Daher stellt sich mir die Frage ob der Glockner Ultra mein erster 100er sein könnte wenn ich mir die Volle Distanz laufe…..mal schauen…

Karwendelmarsch: Der Klassiker. 2500 Läufer und Wanderer werden Ende August von Scharnitz nach Pertisau laufen. Ich fahre derzeit oft mit dem Auto nach Garmisch. Jedesmal wenn ich in Scharnitz vorbeikomme denke ich an jene Samstagmorgen im August , an denen ich mich im Dunkeln aufgewärmt habe um dann Richtung Karwendelhaus im Morgendunst zu verschwinden. Jedesmal muss ich daran denken. Und daher freue ich mich auf den Start dieses Jahr.

https://www.youtube.com/watch?v=9FNs_zvXns8

UTSS Ultra Trail Sardinia Supramonte: Letztes Jahr war ich im Urlaub auf Sardinien in Cala Gonone. Wir wanderten Teile der Strecke des UTSS ab. Um ein paar Tag lag unser Abreisetermin vor dem Start des UTSS. Hoffentlich geht er sich dieses Jahr aus. Und das Rennen wird wärmstens von der Redaktion des Trail-Magazins empfohlen

Limone Extreme Skyrace: 30km und 2000HM. Da ist ja noch eine Rechnung offen. 2016 war ich dabei. Ich war noch platt von der Tour de Tirol eine Woche davor. Und dann liefen mir am Gardasee alle um die Ohren. Limone hat wirklich die beste Aussicht bei einem Rennen die es gibt. Fast senkrecht geht es hinunter in das Wasser des Gardasees. Fast senkrecht hinauf geht es über die schottrigen Anstiege. Teilweise gibt es Seile um sich hinaufzuziehen.

Für das BERGWELTEN Portal bekam ich eine Kamera umgehängt, welche mein Leiden dokumentierte

https://www.bergwelten.com/a/video-und-bestzeiten-das-war-der-berglauf-am-gardasee

Die Grobplanung steht also schon mal. Mal sehen ob sich noch was ergibt. Für meine Verhältnisse bin ich ja dieses Jahr noch direkt unverplant (Ich liebe es meine Wochenenden 6 Monate im Voraus zu planen. Mitreisende Läufer kennen das schon von mir. Da gibt es dann vor Ort schon mal eine detailierte Ablaufplanung )

Rückblick 2016

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Schon ein bissl spät für einen 2016er Rückblick. Aber es war viel los letztes Jahr. Deshalb kommt hier ein Rückblick über meine Highlights im Laufjahr 2016.

  • Tiroler Crosslaufserie und TM Crosslauf: Ich mag Crossläufe. Kurze, knackige Anstiege und schwerer, tiefer Boden. Ich fühle mich bei solchen Verhältnissen wohl. In Tirol gibt es jetzt seit einigen Jahren die Crosslaufserie als Vorbereitung auf die Tiroler/österr. Meisterschaften. Und die TM war auch 2016 wieder in Itter. Gatschhupfn extrem! Ich freute mich über den Tiroler Vize-Meistertitel in der M35 Klasse.

Ach ja: Crosslauf heißt in Tirol zu 90% Schneegestöber…

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  • Stramilano und Rotterdam Marathon: Im Frühjahr gibt’s wie auch die Jahre zuvor einen Halbmarathon und dann einen Marathon. Beim Stramilano Mailand war ich bereits zum 3. Mal am Start. Gemeinsam mit Thomas Farbmacher, Markus Reich und Stephan Erlenbacher hatten wir jede Menge Spaß in Mailand. Sogar ein Tiroler Abend mit Sophie, Fredi und Christian ging sich aus. Am Sonntagvormittag war es dann soweit. Gemeinsam mit 6000 Läufern ging es auf die Schnelle Strecke. Es war wieder alles perfekt. 12Grad, wenig Wind und viele schnelle Italiener zogen mich mit. Und ich war nach 1:18:32 im Ziel. 1:18 im Halbmarathon!!! Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich jemals eine Zeit unter 1:20 laufe. Das war ein Traum! 2 Wochen später stand dann der Marathon in Rotterdam auf dem Programm. Gemeinsam mit Meex hatten wir ein super Wochenende in den Niederlanden. Relaxed und gemütlich schauten wir uns die Stadt an, bis wir dann Sonntag morgen am Start standen. Wow, was für eine Stimmung, es kommt wieder Gänsehaut feeling auf wenn ich daran zurückdenke. Und das Rennen lief super. Zumindest bis km30. Danach wurde es zach! Und der Mann mit dem Hammer kam. Ich weiß nur noch dass ich auf der letzten Schleife wie in Zeitlupe unterwegs war. Der Blick auf die Uhr bestätigte das auch. Am Ende war ich nach 2:46:12 im Ziel! Meine PB nochmal um 3min gedrückt! Meex wartete bereits im Ziel (2:35, einfach Wahnsinn). Im Zielbereich setzten/legten wir uns in die Sonne und schauten dem Treiben zu. Wir konnten auch nicht mehr gehen…
  • Innsbruck Trailrunning Festival: Ein paar Wochen nach dem Marathon lief ich die 65km beim Innsbrucker Trailrunning Festival. Der Plan war es als Traininglauf anzugehen, da ich noch nie eine 65km Distanz gelaufen bin. Auf meinen Hometrails lief es locker und nach 30km war ich ziemlich allein, da die ganzen 25km Läufer bereits im Ziel waren. 10km lang sah ich keine Läufer. Dann kam mal wieder einer den ich einholte. Und später wieder einer. Auf einmal war ich in 2. Position! Die letzten 10km schmerzten extrem. Aber die Aussicht auf Platz 2 treibt einen mächtig an! Und schön langsam gefallen mir die echten Ultra-Distanzen nach km50 🙂
  • Koasamarsch Ebbs: Der Koasamarsch ist auch sowas wie ein Heimrennen als Tiroler Unterlandler. Ein Geheimtipp! Und mein erster Tagessieg! Ich kontrollierte von anfang an das Feld und konnte mich bald absetzen. An der Vorderkaiserfelderhütte schloß Peter Holzknecht auf, aber beim nächsten Downhill konnte ich ihn dann abschütteln. Durch das schöne, saukalte Kaisertal ging es wieder retour nach Kufstein und Ebbs. Die Angst von meinen Verfolgern saß mir im Nacken. Am Ende konnte ich mit 5min Vorsprung auf Peter gewinnen. Mein erster Tagessieg! Gewaltig. Das wird immer was besonderes bleiben.
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Koasamarsch Ebbs. Sauwetter, aber gewonnen!!!

  • Eiger Ultra Trail Grindelwald:Sowas von wunderschön! Vom Trail und vom Panorama eine der schönsten Strecken die ich je gelaufen bin. Oberhammer. Wenn ich allein an den “Märchenwald-Downhill” kurz vor Burglauenen. Technischer gehts nicht mehr! mit 1m Stufen über butterweichen Nadelwald weg, Wurzeln die ihre Hände nach deinen Füßen ausstrecken und Haarnadel Kurven um moosbewachsene Bäume. Ich dachte entweder springt jetzt Rumpelstilzchen oder eine Prinzessin hinterm nächsten Baum hervor (Es war schon bei km45. Vielleicht war ich schon etwas dehydriert)
  • UTMB: Der ist eine eigene Geschichte (kommt hoffentlich bald). Dort gibt es so viele Emotionen, die können nicht zusammengefasst werden
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UTMB Chamonix 2016 – OCC

  • Tour de Tirol: Österr. Bergmarathon Meisterschaften. Mein erster Österr. Meister in der M35 Klasse! Wahnsinn!!!
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Zieleinlauf Hohe Salve 1800m bei Schneefall.