Trailrunning am KAT Walk

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Manchmal liegt das Gute genau vor der Haustüre.

Vor meiner Haustüre hat sich der Tourismusverband Kitzbüheler Alpen entschlossen, einen Weitwanderweg zu promoten. Und Wanderwege sind bei mir Trailrunning Wege.

Der KAT Walk (Kitzbühler Alpen Trail) startet in Hopfgarten und endet in Fieberbrunn. Dazwischen liegen 104km mit knackigen 6400 Höhenmetern

Höhenprofil KAT Walk

Unterteilt ist der KAT Walk in 6 Etappen von ca. 15-20km.

Etappenziele: Hopfgarten – Kelchsau – Windau – Auschau – Kitzbühel – St. Johann – Fieberbrunn

Bild: Tourismusverband Kitzbühel

Schön wirds dann wenn man 1,2 oder 3 Etappen zusammenhängt. Dann hat man Trail Runs mit 1000-3000 Höhenmeter und 15, 30 oder 45km Runs.

Wegbeschaffenheit laut Karte: 50% Schotter und 50% Singletrails. Hoffe ich jedenfalls.

Natürlich hat es alle Wege schon gegeben. Nur waren mir die Wege nicht bewußt. Und so dokumentierte Etappen kann man sammeln. Mal schauen wie viele ich diesen Sommer schaffen werde…

Bild: Tourismusverband Kitzbühel

http://www.kitzbueheler-alpen.com/de/kat-walk/weitwanderweg-tirol.html

Running in Johannesburg – Jackie Mekler 25k

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Südafrika – Herrliche Strände in Capetown mit Dschungel, Trails und Berge.

Aber nein, ich bin in der Provinz Gauteng in Centurion, einer Stadt zwischen Johannesburg und Pretoria. Hügelig, Savanne, und gefährlich. Wenigstens ist Centurion auf 1400m.

Centurion, Gauteng Province

Ein Kollege im Büro erzählte mir dass am Wochenende der Jackie Mekler 25k Run ist. Startgelt ist 5€ und die Pretoria Military Club ist nur 10min mit dem Auto weg. Startzeit ist 6.30, also perfekt für einen Morningrun. Auf geht’s!

Eine Woche nach dem WFL Worldrun war lockeres Auslaufen angesagt und ich verwendete den Jackie Mekler Run um einen lockern Long Jog am Samstag morgen zu haben.

Warum heißt ein Lauf Jackie Mekler? Jackie Mekler ist ein Held des Comrades Marathons. In den 60er Jahren gewann er den 80km Comrades Lauf einige Male und ist in Südafrika eine Lauflegende. Mit 82 Jahren war er auch heute im Rennleitungsfahrzeug dabei.

Ich nahm mir vor die ersten 10km mit einem 5min/km Schnitt zu laufen und die restlichen 15km dann bei ca. 4.30min/km. Das funktionierte super und ich kam knapp unter 2h ins Ziel (1:58:32 für 25km, hügelig). Die Strecke war nicht überwältigend. Sie führte im zick-zack Kurs durch die Militärzone Thaba-Tshwane. Es waren ca. 3000 Läufer am Start (das Rennen verwenden viele also Vorbereitung auf den Comrades Marathon) und das Rennen wurde super organisiert.

Beim Start sprach ich mit einigen Locals und mir sind in Südafrika 3 Dinge aufgefallen:

  1. Der Comrades Marathon, ein Ultra über 90km ist RIESIG in Südafrika. Viele Läufer haben einen Comrades Aufnäher auf Ihrem Trikot. Fast alle mit denen ich spreche sagen “Oh, Yes, I am training for the Comrades”
  2. Daily Licence: In Südafrika braucht man eine Rennlizenz um bei Rennen zu starten. Diese Lizenz kostet 2€ und muss wie eine Startnummer am Rücken getragen werden. Interessant!
  3. Camping am Zielgelände: Das hat mir sehr gut gefallen! Viele Lauf Clubs haben im Zielbereich Ihren Pavilion aufgebaut. Nach dem Rennen trifft man sich dort, Relaxt und wird versorgt. Dabei werden gleich Flyer für die nächsten Rennen aufgelegt und den Sponsor sieht man auch schön!
    Im Ziel beim Jackie Mekler 25k

    Im Ziel beim Jackie Mekler 25k

    Zieleinlauf

    Zieleinlauf

    Camping - eh klar in Südafrika

    Camping – eh klar in Südafrika

 

Last Man Standing – Wings For Life Worldrun

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Am 4.5. fand der erste Wings for Live World Run statt. In 34 Locations war gleichzeitg der Start und es liefen 35.000 Leute gleichzeitig auf allen Kontinenten (In der Wachau liefen ein paar Freunde vom Westendorfer Lauftreff). Laufen um für die Rückenmarksforschung Awareness zu schaffen. Alle Startgelder sind Spenden für die Wings for Life Stiftung.

Das interessante am Rennen: Alle starten gleichzeitig. Nach 30min startet das „Catcher Car“, dass die Läufer dann einholt. Der Läufer, den das Auto als letzten einholt hat gewonnen! Es gibt keine Ziellinie, und der Sieger ist als letztes im Ziel – „Last Man Standing!“.

Jeder läuft sein Tempo: Manche werden nach 5-10km eingeholt, den Halbmarathon muss man unter 1:50 schaffen, oder den Marathon unter 3:20

Am Start in Verona

Am Start in Verona

Verona war eine coole Veranstaltung. Circa 1500 Leute waren am Start. Das Wetter war sonnig, gute 20°C. (Fast etwas zu warm)

Ich war im Elite Startblock. So viel Platz vor dem Start hatte ich noch bei keinem Rennen. Es waren nur ca. 30 Läufer im Block. Ein paar Red Bull Celebrities und auch Giorgio Calcaterre, der 100km Weltmeister aus Italien.

Mein Ziel fürs Rennen war einen 4:20er Schnitt durchzulaufen. Laut Kalkulation wären das 50km. Das Ziel steht also!

Am Start ging es locker weg. Ich fand bald eine Gruppe und es plätscherte dahin. Nach 10km zog ich mit einem Italiener auf 4:15 an. Ich wußte dass es nach 20km sehr hügelig wird. Am Ende hatte ich dann auch 350 positive Höhenmeter auf meiner Polar RC3 GPS Uhr.

Nach dem Bomben-anstieg bei KM20 überholte ich ein paar Läufer die langsamer wurden. Bis km 30 lief ich mit einem Salzburger (Bester Name für einen Laufclub: Der gestiefelte Muskelkater). Bei km35 war ich in Lazise und sah den Gardasee.

Jetzt wird das Rennen zum Mind-Game: Wie trickse ich mein Gehirn aus?

  • Variante 1: Mein Ziel sind 50km. Jetzt bin ich beim KM37: Also noch 13km zu laufen bis das Ziel kommt. So vergehen wieder ein paar km
  • Variante 2: Einen Marathon mit 42km schaffen viele, also kannst Du das auch! Bis 42km geht es auf jeden Fall. Das verlangt die Ehre!

So geht es weiter und die Motivation steigt immer wieder wenn man hinter der nächsten Kurve einen Läufer sieht den man schnupfen kann. Aber es kommt ein Anstieg nach dem anderen. Es wird immer wärmer und die Füße sind nicht mehr locker.

Auf eimal war ein Motorrad neben mir. Und es war mein persönliches Motorrad! Der Fahrer gab mir Wasser zum trinken wenn ich was brauchte. Er sagte mir wie weit das Catcher Car noch weg ist. Nochmals geht es weiter und ich zog nochmal das Tempo an! 2km, 3km, das Auto ist immer noch nicht da. Dann kommt auf einmal ein Pulk mit Radfahrern und ich sehen das Catcher Car aus den Augenwinkeln. Zielsprint: 4er Schnitt für die nächsten 500m. Und noch einen Läufer auf der (imaginären) Zielgeraden geschnupft! Dann überholt mich die Ziellinie.

44.84km! Super! Durch die Hügel war nicht mehr drinnen. Ein super Rennen und an der letzten Verpflegungsstation bei km44 warten wir dann auf unseren Bus zurück.

Dann die Info von der Rennleitung: Mich hatte das Auto als 6-letzten Läufen überholt. Gesamt Platz 6 in Verona! Platz 146 Weltweit!!! AWESOME!!

Platzierung WFL World Run

Platzierung WFL World Run

Am 3.5.2015 ist der 2. Wings for Life World Run: Die 44,89km sind noch zu toppen! Mal schauen auf welcher Strecke