Tel Aviv – Sports City

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Tel Aviv – Keine andere Stadt ist so sporty. Santa Monica, Los Angeles kann sich verstecken!

Ich war eine Woche in Tel Aviv. Direkt in Tel Aviv Downtown in der Ben Yehouda Street, nahe dem Hilton Beach. Ein Block zum Strand. Ich hatte jeden Tag Programm auf der Universität, aber nach dem Karwendelmarsch suchte ich Alternatives Training. Selten hatte ich so viele Sportarten in einer Woche:

– Schwimmen: Ich bin ein erbärmlicher Schwimmer. Aber wenn man nur 300m vom Strand entfernt wohnt, läuft man am Morgen um 6.30 runter zum Strand. Nur mit Schuhe, Badehose und Goggles. Am Hilton Beach schwimme ich dann ein paar hundert Meter raus aufs Meer und wieder retour. Lifeguard ist bereits on-duty und viele andere Schwimmer sind auch schon unterwegs. Am Strand dann noch ein paar Dehnungs- und Kräftigungsübungen um das letzte Rennen aus den Beinen zu bekommen. Um 7.30 wieder retour im Apartment und bereit für den Tag. Kann ein Tag besser starten?

– Surfing: Ein Kollege organisierte ein Surf Stunde in Ha’Shunit/Herzlia. Früh am Morgen hatten wir einen Kaffee am Pro Surf Club und dann ging es auch schon los. Das Glücksgefühl ein paar Wellen zu erwischen. An einem tollen Strand im Norden von Tel Aviv. Nach einer Dusche direkt im Surf Club geht es von Surf Shorts zum Business Outfit direkt auf die Uni.

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– Mountain Biking: Ein Kollege lud mich am Freitag zum Mountainbiking ein. Ich freute mich schon auf ein paar Höhenmeter und eine 2h Tour mit vielen Kilometern wie in Tirol. Mountainbiking in Israel läuft aber ein bischen anders. Ein Freund borgte mir ein FELT Fully. Mein Kollege tauchte mit Vollvisier Helm und Arm/Beinschonern auf. Wir waren dann die nächsten 2h in einem Bikepark unterwegs. Nur Singletrails und 5min Uphills. Aber wir hatten Spaß 🙂

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– Laufen: Traumhaft. An der Strandpromenade entlang oder im Park. Überall schöne Laufwege. Und wahnsinnig viele Läufer. Anscheinend ist Laufen gerade “in” in Tel Aviv. Am Samstag um 6.30 waren bereits so viele Läufer auf den Beinen wie bei einem größeren Halbmarathon. Da der Park gleich am Strand anschließt kann man im Park nochmal 10km bis unendlich laufen. Im Sommer ist die Temperatur ein Problem. Ab 8h ist es heiß in der Stadt und es sind drückende 28-30°. Ab Sep/Okt wird es wieder kühler.

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Hintergrund:

Warum werden die Sportarten so gut angenommen? Einerseits ist die Lage direkt am Meer sicher ein Vorteil. Da aber jeder Jugendliche 3 Jahre Militärservice machen muss, ist der Sportgedanke tief verankert. Und die Stadt unterstützt die Sportvielfalt. Das Ruderzentrum am Park zum Beispiel hat Olympianiveau!

Karwendelmarsch 2014

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Am Wochenende war der Karwendelmarsch:

52km Trailrunning mit 2300HM in einer Zeit von 4h 49min 27sec.

6. Platz Overall von 500 Läufern. 3. Platz M30.

 

WAS FÜR EIN GENIALES RENNEN!!!!!

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Foto: Werbegams

 

Auf der Karwendelmarsch Homepage und bei AUFFIMUASSI gibts detailierte Rennberichte.

Nach dem Arlberg Marathon war der Karwendelmarsch für mich der 2. Bergmarathon 2014. Und es war mein erstes Highlight in der Herbstsaison.

 

Downhill (Foto: Werbegams)

Downhill (Foto: Werbegams)

Was für mich wichtig war:

– Kenne die Strecke (auch wenn es nur aus dem Internet ist): Ich habe mir das Höhenprofil genau angesehen und es gab ein paar Youtube Videos bei denen man sehr schon die Strecke sieht (Hauptsächlich den Untergrund). Auf das Höhenprofil habe ich mir geschrieben wo ich verhalten laufe und wo ich angreife.

Ausrüstung: Meine Inov-8 RocLite 295 hatten Grip ohne Ende. Ich war froh dass ich die Schuhe eine Woche vorher noch beim Rückenwind Shop gekauft habe. Ich bin ohne Rucksack gelaufen (Es war keine Mindestausrüstung vorgeschrieben). Durch die Super Verpflegungsstationen und das Wasser von Oben brauchte ich eigentlich nichts 🙂

– Essen und Trinken: Ich hatte bereits einen Plan was ich Essen werde. Die Energieriegel bei den Labestationen waren der Hammer! So leckere Riegel gibt’s gar nicht zu kaufen. Der Tee an den Labestationen wärmte und gab gute Flüssigkeit.

Laufe dein eigenes Rennen: Ich habe langsam angefangen und bin nicht am Anfang mit der Spitzengruppen mitgegangen. Bei den 3 Anstiegen wusste ich dass ich auf meinen Körper hören muss und es langsam angehen muss. Die Downhills liebe ich! Eigentlich wollte ich vom Karwendelhaus kraftschonend hinunterlaufen, aber ich war im Flow.

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Kurz vor der Eng (Foto: Werbegams)

 Ab der Falkenhütte sagten mir die Zuschauer dass ich an der 12. Immer wieder überhole ich auf dem technischen Downhill Läufer. Hinunter zur Eng überholte ich nochmal einige Läufer. Ich glaube ich bin im Downhill ziemlich hinuntergestochen, aber es gab keine Szene an der ich sturzgefährdet war (Die Downhills vom Filzamlsee nach Kaslach haben sich ausgezahlt!!).

Von der Eng lief ich konzentriert zur Binsalm und von dort weiter auf den Gramai Hochleger. Ich verlor nur eine Position.

Am Höchsten Punkt gab es einen Juchizer, dann von da an ging es bergab. Mit der Angst im Nacken noch eingeholt zu werden flog ich hinunter zum Gramai Niederleger. Dort ging es dann mit einem 4er Schnitt hinaus nach Pertisau. Mit einem Hürdensprung über Weidezäune dem Ziel entgegen.

Foto: Werbegams

Foto: Werbegams

Mit Thomas Farbmacher

Mit Thomas Farbmacher

Die Stimmung war traumhaft. Die Läufer hatten unterm Rennen einen Heidenspaß und wir machten das beste aus dem schlechten Wetter. Die Helfer an den Labestationen waren lässig drauf. Die Zuschauer von der Falzthurn bis nach Pertisau trugen mich ins Ziel.

Platz 4-6 in Kitzbühler Hand:

  • 4. Markus Raich aus St. Ulrich
  • 5. Thomas Farbmacher aus Hopfgarten
  • 6. Michael Geisler aus Westendorf