Rückblick 2016

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Schon ein bissl spät für einen 2016er Rückblick. Aber es war viel los letztes Jahr. Deshalb kommt hier ein Rückblick über meine Highlights im Laufjahr 2016.

  • Tiroler Crosslaufserie und TM Crosslauf: Ich mag Crossläufe. Kurze, knackige Anstiege und schwerer, tiefer Boden. Ich fühle mich bei solchen Verhältnissen wohl. In Tirol gibt es jetzt seit einigen Jahren die Crosslaufserie als Vorbereitung auf die Tiroler/österr. Meisterschaften. Und die TM war auch 2016 wieder in Itter. Gatschhupfn extrem! Ich freute mich über den Tiroler Vize-Meistertitel in der M35 Klasse.

Ach ja: Crosslauf heißt in Tirol zu 90% Schneegestöber…

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  • Stramilano und Rotterdam Marathon: Im Frühjahr gibt’s wie auch die Jahre zuvor einen Halbmarathon und dann einen Marathon. Beim Stramilano Mailand war ich bereits zum 3. Mal am Start. Gemeinsam mit Thomas Farbmacher, Markus Reich und Stephan Erlenbacher hatten wir jede Menge Spaß in Mailand. Sogar ein Tiroler Abend mit Sophie, Fredi und Christian ging sich aus. Am Sonntagvormittag war es dann soweit. Gemeinsam mit 6000 Läufern ging es auf die Schnelle Strecke. Es war wieder alles perfekt. 12Grad, wenig Wind und viele schnelle Italiener zogen mich mit. Und ich war nach 1:18:32 im Ziel. 1:18 im Halbmarathon!!! Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich jemals eine Zeit unter 1:20 laufe. Das war ein Traum! 2 Wochen später stand dann der Marathon in Rotterdam auf dem Programm. Gemeinsam mit Meex hatten wir ein super Wochenende in den Niederlanden. Relaxed und gemütlich schauten wir uns die Stadt an, bis wir dann Sonntag morgen am Start standen. Wow, was für eine Stimmung, es kommt wieder Gänsehaut feeling auf wenn ich daran zurückdenke. Und das Rennen lief super. Zumindest bis km30. Danach wurde es zach! Und der Mann mit dem Hammer kam. Ich weiß nur noch dass ich auf der letzten Schleife wie in Zeitlupe unterwegs war. Der Blick auf die Uhr bestätigte das auch. Am Ende war ich nach 2:46:12 im Ziel! Meine PB nochmal um 3min gedrückt! Meex wartete bereits im Ziel (2:35, einfach Wahnsinn). Im Zielbereich setzten/legten wir uns in die Sonne und schauten dem Treiben zu. Wir konnten auch nicht mehr gehen…
  • Innsbruck Trailrunning Festival: Ein paar Wochen nach dem Marathon lief ich die 65km beim Innsbrucker Trailrunning Festival. Der Plan war es als Traininglauf anzugehen, da ich noch nie eine 65km Distanz gelaufen bin. Auf meinen Hometrails lief es locker und nach 30km war ich ziemlich allein, da die ganzen 25km Läufer bereits im Ziel waren. 10km lang sah ich keine Läufer. Dann kam mal wieder einer den ich einholte. Und später wieder einer. Auf einmal war ich in 2. Position! Die letzten 10km schmerzten extrem. Aber die Aussicht auf Platz 2 treibt einen mächtig an! Und schön langsam gefallen mir die echten Ultra-Distanzen nach km50 🙂
  • Koasamarsch Ebbs: Der Koasamarsch ist auch sowas wie ein Heimrennen als Tiroler Unterlandler. Ein Geheimtipp! Und mein erster Tagessieg! Ich kontrollierte von anfang an das Feld und konnte mich bald absetzen. An der Vorderkaiserfelderhütte schloß Peter Holzknecht auf, aber beim nächsten Downhill konnte ich ihn dann abschütteln. Durch das schöne, saukalte Kaisertal ging es wieder retour nach Kufstein und Ebbs. Die Angst von meinen Verfolgern saß mir im Nacken. Am Ende konnte ich mit 5min Vorsprung auf Peter gewinnen. Mein erster Tagessieg! Gewaltig. Das wird immer was besonderes bleiben.
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Koasamarsch Ebbs. Sauwetter, aber gewonnen!!!

  • Eiger Ultra Trail Grindelwald:Sowas von wunderschön! Vom Trail und vom Panorama eine der schönsten Strecken die ich je gelaufen bin. Oberhammer. Wenn ich allein an den “Märchenwald-Downhill” kurz vor Burglauenen. Technischer gehts nicht mehr! mit 1m Stufen über butterweichen Nadelwald weg, Wurzeln die ihre Hände nach deinen Füßen ausstrecken und Haarnadel Kurven um moosbewachsene Bäume. Ich dachte entweder springt jetzt Rumpelstilzchen oder eine Prinzessin hinterm nächsten Baum hervor (Es war schon bei km45. Vielleicht war ich schon etwas dehydriert)
  • UTMB: Der ist eine eigene Geschichte (kommt hoffentlich bald). Dort gibt es so viele Emotionen, die können nicht zusammengefasst werden
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UTMB Chamonix 2016 – OCC

  • Tour de Tirol: Österr. Bergmarathon Meisterschaften. Mein erster Österr. Meister in der M35 Klasse! Wahnsinn!!!
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Zieleinlauf Hohe Salve 1800m bei Schneefall.

Trailrunning auf der Nordkette. Im Januar.

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2017 startet ohne Schnee. Für Skitourengeher ein Desaster. Die Tourenski rasseln öfter über Steine als über Schnee.

Für Trailrunner ist das herrlich!

Super Wetter für Ausflüge auf das Brandjochkreuz (2268m) und auf die Seegrube. Und diese Ausflüge starten direkt vor der Haustüre in Kranebitten (700m).

Am 1.1. wanderten Lisa und ich bei herrlichem Sonnenschein schnurstracks gerade rauf von 700m auf 2269m (Klammgeist-Rauschbrunnen-Aspachhütte-Jagdhütte-Brandjochkreuz). Wir waren nicht die einzigen mit dieser Idee. Auf der Nordkette war ganz schön was los an diesem Neujahrstag.

Tags darauf nutzte ich nochmal das gute Wetter und lief über den Stangensteig zum Höttinger Bild. Von dort ging es 1000HM rauf auf die Seegrube. Retour ging es über den Achselboden und den Durrachsteig zur Aspach Hütte. Der Downhill runter zum Rauschbrunnen kratzte am Rekord (siehe Strava Segment).

Strava: https://www.strava.com/activities/818790330

 

Ok, es war Jänner und es war dementsprechend kalt.

Ok, an manchen schattigen Stellen war Schnee/Eis und ein guter Schuh war Vorraussetzung.

Aber es war eine Mords Gaudi!

KAT – WALK: Das Projekt

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3 Tage. 3 Freunde. 110km und 6600HM. Das sind die Zutaten für ein Tiroler Trailrunning Wochenende.

Im Frühjahr 2015 war es soweit. Gemeinsam mit Thomas Farbmacher und Markus Reich lief ich den KAT Walk durch.

Kein Rennen, kein Streß, nur Berge, Trails und Spaß mit Freunden.

Bereits 2014 sah ich die Werbung für den neuen KAT Walk. Die Idee geisterte seit dem in meinem Kopf. Anfang 2015 nahm die Idee form an und Tom und Meex waren ebenfalls begeistert. Allein die Planung war ein Spaß. Unser Planungstreffen bei Meex lief circa so ab:

  • 1,5h laufen
  • 3h Grillen und über alles mögliche reden
  • 0,5h über den KAT Walk diskutieren 🙂

Aber im Prinzip war alles klar. Sportalpen.com und der Tourismusverband Kitzbühler Alpen Brixental unterstützten uns super!

Im  österreichischen Trail Magazin „Trailrunning-szene.at“ konnten wir unsere Story auf einer Doppelseite drucken. Das Highlight war hier natürlich dass wir es sogar aufs Cover der August Ausgabe geschafft haben! AWESOME!!!

2014 – Mein Jahresrückblick

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Der Pillersee Halbmarathon war mein Saisonabschluß 2014. Es ist an der Zeit auf die Leistungen der Saison zurückzublicken und sich dann die Ziele für 2015 setzen.

Pillersee HM (Foto: Pillerseebiker)

Pillersee HM (Foto: Pillerseebiker)

Vor einem Jahr setzte ich mir die Ziele für 2014. Ich wollte den Halbmarathon im Frühjahr in 1:30 laufen und wenn alles klappt den HM in Herbst in 1:27 (Meine Halbmarathon Bestzeit Ende 2013 war 1:35 (Bodensee))

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Meine Persönlichen Bestzeiten 2014:

  • 10km: Innsbrucker Bahnmeeting in 38:17
  • Halbmarathon: Wachau HM in 1:22:20
  • Marathon: Berlin Marathon in 2:51:49

Ich machte einen gewaltigen Leistungssprung. Ich blieb verletzungsfrei. Ich bin sehr stolz auf die Saison 2014.

Meine absoluten Highlights aus dem Jahr 2014:

  • 6. Platz Gesamt (von 800) beim Karwendelmarsch: Nach der Falkenhütte über die Schotterriesen sagte mir ein Zuschauer ich wäre in den Top 10. Ich konnte es kaum glauben! Hinunter zur Eng konnte noch ein paar Läufer überholen. Beim Anstieg hinauf zur Binsalm war es dann fix. Ich war auf Platz 6. Vor mir hatte ich noch den höchsten Punkt des Karwendelmarsches (Gramaissattel mit 1903m) und dicht hinter mir waren 5-7 Läufer welche die Jagd auf mich eröffneten. Oben angekommen hatte nur Richard Oberndorfer zu mir aufgeschlossen. Ich war entschlossen: Auf den letzten 10km bergab behalte ich die Position 6. Ich teilte mir das Rennen gut ein und folgte meiner Rennstrategie. Es freut mich volle dass danach so ein super Resultat herausgeschaut hat!
  • 6. Platz Gesamt (vom 1300) beim Wings for Life Run Verona: Ein interessantes Format: Man versucht der Ziellinie (dem Catcher-Car) so lang wie möglich zu entkommen. Mir gelang es 45km lang. Es ist ein tolles Gefühl ein eigenes Motorrad an der Seite zu haben. Das motiviert noch mal zusätzlich.

Rennen, bei denen ich ein Super Gefühl hatte:

  • StraMilano Halbmarathon Milan: Meine erste Standortbestimmung im Frühjahr. Super Bedingungen, flache Strecke. Ich wollte die 1:30 anreißen. Nach 1-2 lockeren Kilometern war auf einmal der 1:30 Luftballon mit Pacemaker neben mir und wollte mich überholen. Ich machte einen kurzen Check: Ich fühle mich gut und könnte eigentlich noch etwas schneller. Also korrigierte ich meinen angepeilten Kilometerschnitt nach unten und wurde schneller. Den Luftballon sah ich nicht mehr und ich kam mit 1:26:20 ins Ziel. Und ich kam nich auf dem Zahnfleisch ins Ziel, sondern ich fühlte mich super-fit im Ziel!
  • Berlin Marathon: Es war mein erster flacher Marathon. Auf der schnellsten Strecke der Welt. An dem Tag als der erste Läufer unter 2:03 den Marathon lief. Ich hatte 3 Ziele:
    • Ich wollte auf jeden Fall unter 3h bleiben. Man weiß ja nie was bei km 35 passiert, aber nach ein paar Bergmarathons war ich zuversichtlich dass ich die Distanz intus habe.
    • Wenn ich 2:55 schaffe, bin ich zufrieden. Darauf lege ich meinen KM Schnitt an und diese Zeit wäre ein schönes Ergebnis.
    • Alles schneller als 2:55 ist super. Am Ende wurde es 2:51:49. Es war ein Tag an dem alles stimmte. Das Umfeld auf der Wiese am Reichstag, die Stimmung an der Strecke und auch die Zeit am Ende des Rennens.

Rennen, an die ich mich lieber nicht erinnere:

  • Kraftalm Berglauf in Itter: Ich wusste dass ich dieses Rennen voll aus dem Training heraus laufe. Am Tag davor lief ich einen 25km Long-Jog. Ich hatte nur 3h Schlaf da ich erst um Mitternacht in Wien mit dem Flieger ankam. Ich machte alle Fehler die man vor einem Rennen nur machen konnte. Ich wollte in Itter nur eine Standortbestimmung wie ich ein Bergrennen laufen kann. Dass es dann aber so zach wird, hätte ich mir nicht gedacht. Diese 7km waren extrem hart.
Kraftalm Berglauf Itter (Foto: LG Decker Itter)

Kraftalm Berglauf Itter (Foto: LG Decker Itter)

  • Halbmarathon Hall-Wattens: Eine herausfordernde Streckenführung und starker Gegenwind waren zuviel. Die ersten 4 km waren ok. Aber die restlichen 16km waren umso schwerer. Auch der zweite Versuch bei diesem Rennen ging in die Hose.

Meine schönsten Trainingsläufe:

  • Laufen in Lhasa: Es ist schon ein Privileg Lhasa sehen zu dürfen. Dort auch noch herumlaufen und einen Lauf um ein Kloster zu machen (Chora) waren Highlights.
Running in Lhasa

Running in Lhasa

  • Laufen am Corniche in Dakar: Blick aufs Meer, ewig lange Strandpromenade (nur durchsetzt mit offenen Kanaldeckeln). Laufen in Senegal, speziell am Sonntag morgen mit den Caimans de Dakar war wunderschön
  • Van Gaalen Cheesefactory in South Africa: Mein Sonntagsausflug in Südafrika. Markierte Mountainbike Routen fürs Trailrunning. Jagd auf Mountainbiker machen 🙂 Danach auf der Terrasse die Berge bewundern und bei einer leckeren Lasagne wieder Kraft tanken.
Die Kitzbühler Alpen (Foto: H. Angerer)

Die Kitzbühler Alpen (Foto: H. Angerer)

  • Downhill Trails in den Kitzbühler Alpen: Daheim neue Downhill Trails entdecken. Von der Brixenbachalm raus nach Brixen; Von Hochbrixen gerade runter nach Kaslach; Den Alpenrosensteig vom Fleiding zur Alpenrosenhütte.

Ich freu mich schon auf 2015 🙂