Wien Marathon 2015

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Am Wochenende war Wien Marathon. Eigentlich mein zweiter Wien Marathon. 1996 bin ich in Wien meinen allerersten Marathon gelaufen. Ich kann mich an nicht mehr viel drumherum erinnern. Nur an das Gefühl die 42km zu laufen. Locker durch den Prater und mit starkem Schritt ins Ziel am Heldenplatz. Ein irrsinniges Glücksgefühl als ich zum Heldenplatz einbog. Mein erster Marathon in 3h 16min.

Inzwischen hat sich einiges getan. Nach einer langen Laufpause (15 Jahre) lief ich letztes Jahr in Berlin wieder einen Marathon. Und der Berlin Marathon war eigentlich auch sowas wie ein erster Marathon für mich. Wieder ein super Gefühl, tolle Bedingungen, starke Beine und mit starkem Schritt durchs Brandenburger Tor. Mein erster Marathon (Version 2.0) in 2h 51min.

Dieses Jahr also wieder Wien. Ganz Lauf-Tirol ist in Wien. Auch unser Verein, der Lauftreff Westendorf war mit einer kleinen aber feinen Abordnung in Wien vertreten. Jeder hatte Ziele: Für Werner war es der erste Marathon. Roswitha’s erster Halbmarathon. Marlene und Hanspeter wollten Ihre Bestzeit auf dem Halbmarathon verbessern. Und ich wollte meine Marathon bestzeit verbessern. Mindestens unter 2:50. Wenn möglich so um die 2:48.

Ich war gespannt auf den Wien Marathon. Beeinflusst von den Erfahrungen von Tom Rottenberg wollte ich sehen ob der VCM ein Halbmarathon Event mit angehängtem Marathon ist oder nicht. Die Latte liegt hoch nach dem Berlin Marathon, der perfekt organisiert war.

Samstagnachmittag auf der Expo die Startnummer abholen ging schnell und ohne Probleme. Die Expo war doch etwas klein. Aber mein Highlight war der Vortrag von Christian Schiester, dem Ultraläufer.

Marathon Expo - Vortrag von Christian Schiester

Marathon Expo – Vortrag von Christian Schiester

Statt der Kaiserschmarrn Party im Rathaus (Im Startsackerl war der „Voucher“ für den Kaiserschmarrn. 12.50€ sind aber trotzdem noch zu bezahlen) ging unsere Gruppe Carboloading ins „da Moritz“ im ersten Bezirk. Gutes Amiente, hervorragendes Essen und unser lustiger Tisch waren die richtige Mischung für einen guten Pre-race Abend.

Race Day:

Ich kugelte quasi vom Hotel zum Start. Mein Hotel war direkt im Startgelände (Park Inn Wagramer Straße). Das heißt eigene Toilette bis kurz vorm Start. Viel wert!!!

Noch 15min bis zum Start. Kontrolliert wird in Wien anscheinend nicht. Den Sinn der blauen Armbänder für Athleten habe ich immer noch nicht verstanden. Die wurden nie gebraucht (Im Gegensatz zu Berlin). Es konnte auch jeder in den Startbereich gehen in den er will. Es wurde nicht kontrolliert ob man im richtigen Startblock steht (Sogar in Italien wird das viel strenger gehandhabt).

Und dann gings los. Ich folgte meiner Strategie. Es ging voran. Es ging sogar sehr schnell voran. Es waren viele Läufer auf der Strecke. Am Rand feuerten die Zuschauer an. Herrliche Kulisse! Die Wechselzonen für die Staffeln waren endlos lang.

Halbmarathon. Schnelle Durchgangszeit! 1h 23min. Paßt! Alles nach Plan. Und dann ist man alleine. Mit einem Schlag sind alle Halbmarathonis weg und nur noch die Marathonläufer und Staffeln sind unterwegs. Und dann kam KM30. Und die Prater Hauptallee. Eigentlich mag ich die Praterallee zum Laufen. Aber wenn sie bei KM30 kommt ist es der Tod. Eine endlose Gerade. Keine anderen Läufer. Und der Gegenwind startet.

Und da stellte sich heraus dass meine Strategie nicht die beste war. Meine Kraft wurde immer weniger. Der geplante KM Schnitt war nicht mehr machbar. Ich hätte doch die Strategie meines Trainers umsetzen sollen. Das wurden noch extrem zache 12km bis ins Ziel. Wind, alleine laufen, wenig Zuschauer, die Oberschenkel sind leer, nix geht mehr. Der Mann mit dem Hammer wartete bei KM35 und spritzte mir nochmal eine Extraportion Milchsäure.

Mit einem 5:00 Schnitt humpelte ich ins Ziel. Kurzer Schritt. Kein Glücksgefühl. Der Heldenplatz ist egal, wo ist das Ziel, damit das hier ein Ende hat! Netto Zeit: 2:56:56. Wien war 2015 kein Personal Best Rennen. Viele Favoriten blieben über den angepeilten Zielzeiten. Abhaken, daraus lernen und weiter trainieren. Im Herbst wartet wieder Berlin!

Meine 5km Zeiten:

  • 5km – 19:18 (3:51min/km)
  • 10km –  19:52 (3:58min/km)
  • 15km – 19:52 (3:58min/km)
  • 20km – 20:13 (4:02min/km)
  • 25km – 19:31 (3:54min/km)
  • 30km – 20:18 (4:03min/km)
  • 35km – 22:46 (4:33min/km)
  • 40km – 24:03 (4:48min/km)

Stramilano Halbmarathon 2015

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Der erste Höhepunkt der Laufsaison war auch dieses Jahr der Stramilano Halbmarathon in Mailand. 2014 war es ein tolles Rennen! Ich bin fest in der Vorbereitung für den Wien Marathon und kann in Mailand mal schauen wie das Wintertraining angeschlagen hat.

Ich mag große Laufveranstaltungen. Tausend Teilnehmer sind gut, 10.000e noch besser!!! Ich liebe es im Pulk am Start zu stehen und Schulter an Schulter auf den Startschuß zu warten. Der Stramilano ist so eine Veranstaltung. Über 6000 Teilnehmer beim Halbmarathon und über 50.000 beim 10km Rennen!!

Dieses Jahr ist auch Markus Reich am Start. Wir sind gemeinsam nach Mailand gefahren und hatten ein lustiges Wochenende. Wir bekamen von einem Freund das Gäste Apartment in der Mailänder Innenstadt und das war der Jackpot! Direkt im Brera Viertel (U-Bahn Station Moscova) gingen wir ganze 5min zum Parko Sempione, wo Start und Ziel des Stramilano ist. Am Renntag wurde lange ausgeschlafen. Nach dem gewohnten Frühstück und einem gemütlichen Kaffee  gingen wir erst 1h vor dem Start aus dem Apartment. Ich bin ja ein kleiner Stresser vor dem Rennstart. Aber dieses mal war auch ich einigermaßen relaxed :-).

Ein herrlicher italienischer Morgen erwartete uns! Sonnenschein, ca. 15° Temperatur und ein Park voll von Laufverrückten Italienern die beim Aufwärmen waren. Ein Hauch von Sixtus Gel liegt über den Park .

Das Rennen war schnell und schön. Nach 1h21min02sec war es auch schon wieder vorbei. Markus konnte seine HM Personal Best ebenfalls um ein paar Sekunden drücken.

Nach diesem Test kann Wien kommen !!!

Running the Inca Trail (Teil 2)

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Hier ist der erste Teil vom Inca Trail und mein Reisebericht über Peru.

Nach dem Inca Trail fuhren wir nach Arequipa. Luca und ich fühlten uns wie Junge Backpacker und nahmen den Nachtbus. Mein Rücken rächte sich sofort 🙂

Arequipa ist der Ausgangspunkt für das Trekking im Colca Canyon. Am Ziel des ersten Tags war die Oase Sangalle mit ihren warmen Quellen. Nachdem wir die Oase erreichten, lief ich nochmal zurück bis zur Brücke über das Tal. 20km mit guten 700HM. In einem Tal in dem es nicht mal Strom gibt. Aber es war ein Super Trail und ich kannte den Weg ja schon vom wandern. Am Umkehrpunkt packte gerade Miguel seine Sachen. Er registrierte die Wanderer die über die Brücke ins Tal kommen. Wir waren zu Mittag bei Ihm. Ich sagte kurz Hallo und sagte mit meinen 3 Brocken Spanisch dass ich gerade von der Oase komme. Er fing an zu lachen und glaubte mir nicht. Auf dem gleichen Trail ging es zurück und dann in den wohlverdienten Hot Spring Pool.

Die letzte Station unseres Peru-Trips war Lima. 3 Tage Sightseeing, ausspannen und Surfen. Unsere Pension war in Miraflores, 500m von der Strandpromenade entfernt. Nach 2 Wochen Trail pur gab es eine autofreie Strandpromenade die endlos war. Es waren viele Läufer dort und es war ein Spaß wieder auf Meeresniveau zu laufen.